IMPROVISATION – Tipps & Tricks


In diesem Artikel möchte ich euch ein paar Tipps und Tricks für´s Improvisieren verraten.
Oft ist das alte Sprichwort “weniger ist mehr” gar nicht so verkehrt.  Wie in der Fotografie – übrigens meine zweite Leidenschaft, du kannst ja mal unter www.art-and-nature.at nachschauen – ist die freiwillige Beschränkung oft nicht das schlechteste Mittel:

ein Schritt – eine Technik

Begrenze dein Schrittmaterial auf einfachste Schritte wie steps, heel drops, u.ä..
Wenn du damit sicher arbeiten kannst, erweitere dein Repertoire mit flaps. Dann mit shuffles, pull backs, usw…..
Wichtig ist, daß die Schrittfolge mit der du arbeitest nicht zu komplex wird.
Beispiel:
Eine Swing Nummer, getanzt nur mit flaps und einem Shuffle pro 8 counts; dies ergibt bereits eine Menge an Möglichkeiten.

Austauschen

Etwas, daß du auch ohne an eine Impro zu denken, üben kannst ist das Austauschen von Schritten:

Beispiel:
Ein flap – cramp roll hat 5 sound, ein Austausch wäre möglich mit:
maxie ford od. double buffalo od. single waltz clog od. flap shuffle hop
und sicher noch hunderte andere Schrittkombinationen.
Reizvoll wäre es auch, nur den letzen sound des flap cramp roll, den zweiten heel drop auszutauschen.
Ein brush oder scuff macht dich leicht genug um den nächsten Schritt mit einem leap oder hop zu beginnen; ein slide bringt dich in eine Drehung, und, und, und …….

Variiere deine Schritte

Tempo

Spielereien mit dem Tempo bedeuten, daß du eine Schrittfolge dehnst oder zusammenziehst. Dabei bedeutet double time, doppelt so schnell zu arbeiten, und half time, daß du nur die halbe Schrittfolge in der Zeit ausführen kannst, die du normalerweise brauchst.
Zum besseren Verständnis, ein Beispiel: Stell dir vor, die Sounds eines time step sind als Knoten auf einem leicht gedehnten Gummiband – alle im gleichen Abstand – aufgereiht. Wenn du jetzt das Band auseinanderziehst, werden die Abstände zwischen den Knoten zwar länger, aber der Abstand zwischen den Knoten bleibt gleich. ( Das Tempo ist langsamer). Wenn du das Band zusammendrückst, werden die Abstände geringer, bleiben im Verhältnis zueinander aber trotzdem gleich. (schnelles tempo)
Interessant wird es aber erst wenn du das Tempo nicht für eine gesamte Schrittfolge sondern nur für einzelne Teile änderst. Bei unserem Vergleich mit dem Gummiband würde das bedeuten, nur einzelne Teile des Bandes zu dehnen oder loszulassen (hängt nur davon ab wieviele Hände du hast). Dadurch ergeben sich verschieden lange Abstände zwischen den Knoten.
Als Übung versuch´ einen time step im ersten Takt in normal time und im zweiten Takt in double time zu tanzen

Beispiel:
8     u    1    u2    u3    u
stomp    spank    hop    flap    flap    step
4    u    a    d5    ua    d
stomp     spank    hop    flap    flap    step
6    u    a    d7    ua    d
stomp    spank    hop    flap    flap    step

Fettgedruckt ist der double time Part!
Es kann dir passieren, daß du auf irgendeinem count zwischen 1 und 8 endest. Macht nichts! Dann hast du wenigstens Zeit für eine Pause. Bitte die Pause einhalten und nicht mit steps anfüllen.

Phase shifting

Hinter diesem mystischen Namen versteckt sich nichts Kompliziertes. Jeder der einmal einen waltz clog im 4/4 Takt getanzt hat, wird verstehen was ich meine.

Movement

Eine andere Möglichkeit seine Schritte zu variieren ist die Körperbewegung zu ändern, jedoch ohne das Schrittmaterial zu verändern. Beweg dich durch den Raum. Benutze für den gleichen Schritt einmal die ganze Tanzfläche und ein anderes Mal nur einen Quadratmeter. Beweg deine Füße in die verschiedensten Richtungen um deinen Körper; vorwärts, rückwärts, gekreuzt,…

Nimm als Beispiel einen single waltz clog; den kann man auf 3 verschiedene Arten tanzen:
A, stationär
1     step am Platz

u2     shuffle nach vorne

u3     ball change hinten gekreuzt am Platz

B, seitlich
1     step am Platz

u2     shuffle extrem seitlich – shuffle-Bein bleibt draußen

u3     gesprungenes ball change (leap step) zur Seite in Richtung shuffle – Bein

C, gekreuzt
1     step am Platz

u2     shuffle vorne gekreuzt – eventuell mit Körperdrehung

u3     ball change ebenfalls vorne gekreuzt.

Damit kann man drei Schrittfolgen, vom Eindruck her verschieden, in der Struktur ( den Schritten) aber gleich, erzielen.

Loudness

Hast du schon einmal probiert bei einem time step den stomp leise und die flaps laut zu machen? Du wirst überrascht sein, welch neuartige Klangbilder durch solche Änderungen entstehen.

 

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