IMPROVISATION – Übungen


Wie fang ich jetzt an das Improvisieren zu erlernen? Kann man sowas überhaupt lernen? Ich bin ganz sicher, ja – alle können es.  Aber so wie überall manche haben mehr Begabung manche weniger. Aber ich möchte dich mit den folgenden Zeilen auf ein paar Grundregeln hinweisen, die mir sehr geholfen haben.

Beginn mit einfachen Schritten:

Es geht nicht darum, den Anderen etwas zu beweisen. Wenn du versuchst, wie ein wildgewordener Derwisch, möglichst viele Sounds in einem Takt unterzubringen, entsteht nur Lärm.

Nicht das Was , sondern das Wie ist wichtig!

Die Impro hat sonst keinen Anfang und keine Ende. Nimm dir Zeit. Am besten du beginnst leise und verhalten; vertrau´ der Musik; dem feeling; dem groove !

Es ist wichtig zu wissen was man macht:

Man muß nicht bei jeder Impro neue Schritte erfinden. Taste dich langsam vor. Laß dich von der Musik leiten und du wirst sehen was dir alles gelingt. Schrittmaterial zu verwenden welches man sehr gut beherrscht ist keine Schande. Durch das Nachdenken über neue Schritte verliert man die Verbindung zur Musik und erhält als “Lohn” nur mehr unzusammenhängendes Geklapper.

Sei du selbst:

Vergleiche deine Impro an Anderen, aber kopier sie nicht. Jeder hat seinen “TAP – Stimme”. Natürlich kann man andere Stimmen mögen, aber man muß lernen seine eigene Stimme zu lieben (auch wenn diese Stimme nur “Babysteps” macht).

Akzeptiere deine Fehler:

Nimm deine Fehler hin und lerne daraus. Durch so manchen Fehler entstehen außergewöhnliche Schritte, großartige Rhythmen oder Ideen die du bewußt nie realisiert hättest.

Übernimm Ideen:

Wenn jemand einen guten Schritt oder Rhythmus macht ist es in keiner Weise kriminell diesen nachzumachen. Wenn du den Schritt nicht haargenau kopierst wird er sowieso anders werden und deine Interpretation dazu sein.

Mach aus deiner Impro eine Geschichte:

Versuch einen Gesamtzusammenhang zu finden. Es gibt unendlich viele Arten eine Impro zu strukturieren, aber das Endresultat sollte immer wie eine gute Geschichte sein. Mit Anfang, Höhepunkt und Ende.

Und am wichtigsten:

Listen to the music !!!!!!

Die Musiker wollen mit dir eine Einheit bilden und nicht als Gegner antreten.

Wenn ihr gegeneinander spielt wird es zum Kampf. Und im Kampf wird es zum KRAMPF.

Versuch bei deiner nächsten Impro folgende Gedanken zu beherzigen:

  • Mach` nicht nur Lärm.
  • Blödle ruhig herum, aber sei konstruktiv.
  • Verrat` niemand, daß du dich fürchtest. Beschwindle Sie.
  • Übertreib` nicht, du bist du.
  • Kopier nicht, du machst für dich schon das Richtige.
  • Mach` was du kannst, was dir liegt, wo du “abheben” kannst..
  • Horch´ und lerne.

 

This entry was posted in Improvisation, Technik. Bookmark the permalink.

Einen Kommentar hinterlassen